Sally P. Tubach & Frederic C. Tubach: Eine kalifornische Freundschaft mit Christa Wolf

15,00 

Berlin 2026
192 Seiten, 49 Abbildungen
14,8 x 21 cm
Auflage: 300
ISBN 978-3-9828843-0-1

Lieferzeit: 3-4 Tage

Kategorie:

Beschreibung

Wie dieses Buch entstand:
Liebe Sally und lieber Fritz,
im Frühjahr 2024 habt Ihr uns per Mail eine Überraschung bereitet: Ein Manuskript mit Briefen und Texten Eurer „kalifornischen Freundschaft“ mit Christa und Gerhard Wolf.
In Eurem Berufsleben als Germanisten und Publizisten habt Ihr viele wissenschaftliche und literarische Bücher veröffentlicht. Dieses Manuskript – so schreibt Ihr – habt Ihr mit Fotos versehen und für ein allgemeineres Publikum auf Deutsch verfasst. Euch geht es dabei „vor allem um Christa Wolf als Person, aber auch um die Tatsache, dass ihre Stimme und für was sie stand, in der -Bundesrepublik weiterhin gehört werden muss“.
Die Bekanntschaft mit Christa und Gerhard Wolf, die 1983 (!) begann, -offenbarte sich als Wahlverwandtschaft. In den Briefwechsel habt Ihr Erinnerungen und auch Reflexionen eingearbeitet. Wir hoffen mit Euch, „dass für 
das Lesepublikum nicht nur Christas russische Freundschaft, sondern auch ihre (ame-rikanische) kalifornische Freundschaft in der Bundesrepublik Interesse findet, besonders im Osten des Landes“.
Dass Euch dieser Briefwechsel so wichtig ist, als ein Beispiel für ein stetes Brückenbauen zwischen Menschen in West und Ost, freut uns besonders. Und diese Beziehung geht über den Tod unserer Eltern hinaus: „Die Weltlage ist überall trübe und deprimierend. […] aber in dem letzten Jahr hat uns die Arbeit an unserer Freundschaft mit den Wolfs viel intellektuelle Anregung und Freude gebracht.“
Wie schön wäre es, wenn aus dem Manuskript ein Buch werden könnte! – so dachten wir Töchter gleich. Denn euer Manuskript hat auch uns neue Aspekte eröffnet, so zum Bewahren einer Freundschaft über fast drei Jahrzehnte mit vielen Diskussionen zu literarischen wie zu historischen und aktuell-politischen Themen.
Karin Aleksander aus der Christa Wolf Gesellschaft sagte sofort zu, als -Lektorin zu wirken. Was für eine glückliche Fügung. Martin Hoffmann war von Euch selbst zum Buchgestalter auserwählt worden. Die Suche nach einem -Verlag führte zu Absagen, Umwegen und – leider – zu Verzögerungen. 
Aber gemeinsam haben wir einen Weg gefunden.
Das Buch ist für uns ein kleiner Lichtblick in diesen „düsteren Zeiten“.
Ihr schreibt: „Wir machen hier zu Hause in Orinda unsere eigenen ,Lesestunden Christa Wolf ’, und dabei kommen uns natürlich schöne Erinnerungen und -Einfälle.“
In diesem Sinne wünschen wir diesem Buch und 
den Werken von Christa Wolf eine interessierte Leserschaft.
Vielen Dank für dieses Buch und Eure unermüdliche Arbeit daran!

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Mit Briefen, Postkarten, Erinnerungstexten und Fotos dokumentieren Sally P. und Frederick C. Tubach – beide arbeiteten in der Germanistik an der Universität Berkeley in Kalifornien – ihre Freundschaft mit Christa und Gerhard Wolf. Seit ihrer Bekanntschaft 1983 verband beide Ehepaare eine geistige und künstlerische Wahlverwandtschaft. Sie fühlten sich verbunden durch ihre Anschauungen über Literatur und Kunst, ihre Erlebnisse in Kalifornien und in der DDR wie in der vereinten BRD. Sie diskutierten leidenschaftlich über historische und tagespolitische Ereignisse.

Ihr Briefwechsel bis 2011 – immer wieder auch unterbrochen durch persönliche Treffen – zeugt vom beiderseitigen Wunsch, Brücken zu bauen, sowohl in der Zeit des Kalten Krieges, nach der Maueröffnung, während des Literaturstreits um Christa Wolf als auch beim Thema Vergangenheitsbewältigung in der BRD wie in der DDR.

Interessante Einblicke gestatten die Autor*innen zudem in den schriftstellerischen und künstlerischen Schaffensprozess beider Ehepaare in diesem Zeitraum, zu ihren verschiedenen Buchprojekten, Lesereisen, Verlagsaktionen oder geplanten literaturwissenschaftlichen Tagungen.

Die Erinnerungstexte zwischen den Briefen beleuchten u.a. den Aufenthalt Christa Wolfs im Getty Center in Santa Monica 1993 und in einem anderen Kapitel die Auffassungen Christa Wolfs zu Werk und Rolle Thomas Manns sowie die persönlichen Beziehungen von Sally und Frederic Tubach zu dessen jüngstem Sohn Michael Mann und Enkel Frido Mann.